Archive for the ‘Europäische Linke’ Category

Mecklenburg-Vorpommern: Die Linke in der Regierung

Saturday, May 29th, 2010

Bedingungen linker Regierungspolitik in der Krise

Haben sich die Bedingungen der Linken in den Regierungen durch die Folgen der Krise verändert?

Aus meiner Sicht verschärft sich der Zustand, dass von Linken Parteien in Opposition erwartet wird, in Regierungen schier unmögliches möglich zu machen würden. Das durch neoliberale Parteien nicht eingelöste Wohlstandsversprechen sollen sie nun erfüllen. Auf der anderen Seite sind linke Regierungen, insbesondere auf regionaler und lokaler Ebene mit einer in der Regel weiterhin neoliberalen Politik auf nationalstaatlicher und internationaler Ebene konfrontiert. Damit ist ihr Handlungsspielraum noch mehr eingegrenzt, als das schon bisher der Fall ist. Die geringer werdenden Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen in sozialen Bereichen, machen es noch schwerer aktiv zu gestalten. Oftmals bleibt nur die Verwaltung von Mangel. Auch hier macht es jedoch Unterschiede, wer regiert. Soziale Belange bleiben bei linken Regierungen besser aufgehoben.

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Berlin: Die Linke in der Regierung

Wednesday, May 26th, 2010

Bedingungen linker Regierungspolitik in der Krise

Haben sich die Bedingungen der Linken in den Regierungen durch die Folgen der Krise verändert?

Es scheinen zwei grundsätzliche Veränderungen erkennbar zu sein. Erstens hat sich die Verschuldungslage der Staaten dramatisch verschärft. Die Krisenfolgen wurden in Deutschland wie in den meisten Staaten durch Rettungspakete für Banken und durch staatliche Konjunkturpakete bekämpft. Hinzu kommen zusätzliche Ausgaben für Kurzarbeit, also für Arbeitsmarktpolitik, die ein unmittelbares massives Ansteigender Arbeitslosigkeit verhindern sollte. Zu diesen riesigen zusätzlichen Ausgaben gesellen sich Mindereinnahmen aus Steuern angesichts des starken Wachstumseinbruchs. Diese Belastungen öffentlicher Haushalte bedeuten – vor allem bei konservativ-liberalen Regierungen Druck auf der Ausgabenseite, auf Sozialprogramme, Bildungsaufgaben oder Kommunalfinanzen. Gerade auf Landes- und kommunaler Ebene sind diese finanziellen Konsequenzen spürbar. Die Debatten um die Schließung von Bibliotheken und Schwimmhallen oder geringere Investitionen und Abbau des Öffentlichen Dienstes verdeutlichen das.

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Schweden: Ratloses Rotgrün vor der Machtübernahme

Wednesday, May 26th, 2010

Die letzte schwedische Parlamentswahl im Jahr 2006 verlief katastrophal für die schwedische Linkspartei (Vänsterpartiet): Der Stimmenanteil der Linken sank von mit 2,54 Prozentanteilen auf 5,85 Prozent. Fast jede dritte Stimme aus der vorhergegangenen Wahl ging an eine andere Partei, in erster Linie an die Sozialdemokraten (SAP) oder ins Nichtwählerlager. Verglichen mit der Wahl des Jahres 1998 wurde die Stimmenanzahl halbiert.

Der Linkspartei ist es seitdem nicht gelungen, ihre Position auszubauen. In einschlägigen Wahlumfragen liegt sie zumeist unter ihrem Wahlergebnis von 2006. In einer Wahlanalyse des Parteivorstandes aus dem Wahljahr 2006 hieß es dazu noch selbstkritisch, dass die Partei sich nun deutlich profilieren müsse, um das Vertrauen ihrer Stammwählergruppen zurück zu gewinnen.

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Brandenburg: Die Linke in der Regierung

Friday, May 21st, 2010

Die vorliegenden Fragen der Rosa-Luxemburg Stiftung (Brüssel) wurden aus Sicht des Landes Brandenburg und den bisherigen Erfahrungen einer halbjährigen Regierungsbeteiligung der Linken beantwortet.

Bedingungen linker Regierungspolitik in der Krise

1. Haben sich die Bedingungen der Linken in den Regierungen durch die Folge der Krise verändert?

Ja, die Bedingungen für die Linken in den Regierungen haben sich in Folge der Krise durchaus deutlich verändert. Und zwar auf verschiedenen Ebenen:

Zunächst vor allem finanziell. Brandenburg ist in hohem Maße von innerstaatlichen Transfers abhängig. D.h. vom Länderfinanzausgleich sowie von Sonderzuweisungen im Rahmen des sogenannten Solidarpakts II. Dieser läuft bis 2019 bereits jetzt schon degressiv und bedeutet für die folgenden Jahre einen weiteren wesentlichen Einnahmeverlust für den Landeshaushalt. Der gesamtwirtschaftliche Einbruch und der damit verbundene Rückgang des Steueraufkommens wirken sich vor allem auf die Zuweisungen im Rahmen des Länderfinanzausgleichs aus. Die insgesamt zu verteilende Finanzmasse geht zurück, da vor allem die Geberländer (Südwestländer) von überdurchschnittlich starken Einbrüchen betroffen sind. Darüber hinaus haben sich diese Länder über ihre Landesbanken besonders stark am internationalen Spekulationsgeschäft beteiligt. Diese sind nun an gewaltige Summen für die Stabilisierung dieser Banken gebunden. Neben den in den ersten Tagen der schwarz-gelben Bundesregierung vorgenommen Steuersenkungen und Entlastungen für Unternehmen, folgen weitere Ausfälle für die Bundesländer

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Die griechische Linke

Wednesday, April 21st, 2010

Julian Marioulas – Nach dem Ende der Junta, dem diktatorischen Militärregime, das 1967 mit einem Putsch an die Macht kam, stimmten die Griechen 1974 für die Abschaffung der Monarchie. Kostas Karamanlis, der bereits in den 50er und 60er Jahren mehrfach Ministerpräsident gewesen war, gelang mit seiner konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) daraufhin der Wahlsieg. Er setzte seine Anstrengungen daran, Griechenland in die EG zu führen, und wurde 1977 wieder an die Spitze der Regierung gewählt.

Parallel erfolgte der Aufstieg der Panhellenischen Sozialistische Bewegung (PASOK), der es vier Jahre später gelang, mit 48% größte Partei zu werden und daraufhin für ein knappes Jahrzehnt die Regierung zu stellen. Die PASOK setzte weitreichende soziale Reformprojekte durch, auch wenn ihre Politik nie das Ausmaß erreichte, die Ministerpräsident Andreas Papandreou mit seiner Rhetorik vorgab.

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Linke Regierungen?

Wednesday, April 14th, 2010

Von Cornelia Hildebrandt und Meinhard-Meuche-Mäker – Die Frage linker Regierungsbeteiligungen ist nicht nur in Deutschland von zentraler Bedeutung. Angesichts der Erfahrungen  in Norwegen, Frankreich, Spanien oder Italien bzw. Lateinamerika oder Asien und Afrika stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen linkes Regieren erfolgreich sein kann und was die Maßstäbe des Erfolges sind.

Fünf Einwände, so Michael Brie, werden gegen Regierungsbeteiligungen formuliert: erstens, der Kapitalismus könne nicht wesentlich verändert werden, zweitens, nur eine Revolution könne die Probleme lösen, drittens der heutige Staat sei ausschließlich Machtinstrument der herrschenden Klasse, man könne sich daran nicht beteiligen, viertes schwäche die Regierungsbeteiligung zwangläufig die Linken. Fünftens wird durch linke Regierungsbeteiligung die Fortsetzung rechter Politik ermöglicht. Verändern erkämpfte Errungenschaften wie der Sozialstaat wesentliche Seiten des Kapitalismus und schaffen Bedingungen seiner Zurückdrängung und Überwindung oder sind diese zwangsläufig nur systemimmanente Reformen, die letztlich einem sozialistischen Ziel sogar schaden? Und können solche Reformen den Herrschenden nicht besser aus der Opposition abgenötigt werden? Müssen die Linken auf den Bruch zielen oder müssen sie ihre Strategie und Programmatik auf die Zurückdrängung der Profitdominanz des Kapitalismus konzentrieren.

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Eine zweite große Transformation und die Linke

Friday, February 5th, 2010
Von Dieter Klein

Mein Ausgangspunkt ist die Frage nach dem historischen Ort der gegenwärtigen mehrdimensionalen Krise. Die Schwierigkeit einer Antwort darauf besteht darin, dass die Bedeutung einer geschichtlichen Situation für jene, die mitten in ihr leben, in der Regel schwer zu erfassen ist. Umso größer die Verantwortung der Intellektuellen, sich einer solchen Frage zu stellen.

Meine These ist: Die jüngste Gesellschaftskrise, die mit dem Abklingen der Finanzkrise und der Überwindung der Weltwirtschaftskrise keineswegs beendet sein wird, könnte als Beginn eines fundamentalen Einschnitts in die globale Entwicklung verstanden werden. Auf die historische Agenda gerät nach der Großen Transformation, die Karl Polanyi in seinem Werk „The Great Transformation“ analysierte, nicht weniger als eine zweite Große Transformation, die alle Sphären des gesellschaftlichen Lebens auf der Erde umwälzen wird.

Die erste Große Transformation umfasste den Übergang von Feudalismus, von der kleinen Warenproduktion, der Subsistenzwirtschaft und anderen vorkapitalistischen Formen zur kapitalistischen Warenproduktion. Im Ergebnis dieses Prozesses von mehr als 300 Jahren (Kossok, 1988: 42) dominiert der Profit die Wirtschaft und die Gesellschaft, ist die Wirtschaft nicht mehr in die Gesellschaft eingebettet, sondern ist diese der Wirtschaft unterworfen. Die Natur ist der Kapitalverwertung einverleibt, als sei sie grenzenlos verfügbar und als könnten die ökologischen Gleichgewichte beliebig und folgenlos dem kapitalistischen Wachstum geopfert werden.

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Für eine fortgesetzte Emanzipation der Linken

Thursday, January 21st, 2010

Birgit Daiber und Cornelia Hildebrandt, Januar 2010 – Der alte Sozialismus implodierte 1989. Die Perversion der sozialistischen Idee durch den Stalinismus, das Versagen der Planwirtschaft, die bürokratische Lähmung der Gesellschaften unter dem Anspruch der politischen Führung durch die kommunistischen Parteien: es war nicht mehr viel übrig vom Ideenreichtum der linken Geschichte und die Menschheitshoffnung hatte sich verbraucht in der grauen Wirklichkeit der real existierenden Sozialismen.

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Was in den Straßencafés von Brüssel so alles verteilt wird …

Thursday, November 26th, 2009
Von Birgit Daiber, RLS Brüssel

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Niemand weiß wie es geschah, aber irgendwie gelangte ein vertrauliches Dokument der EU-Kommission auf finsteren Wegen in die Hände der interessierten Brüsseler Öffentlichkeit. In diesem Dokument mit dem Titel „Eine Reform-Agenda für das globale Europa“ werden die bisherigen Debatten zwischen Parlament, Rat und Kommission zur Finanzrevision 2008/2009 zusammengefasst und es werden Vorschläge für die Reform des Haushaltes ab 2013 gemacht.

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Im Mittelpunkt steht der Mensch: Die Allgemeinen Menschenrechte und die europäische Linke

Wednesday, January 14th, 2009
Von Friedrich Schorlemmer

Ich freue mich, an diesem denkwürdigen Tag hier zu sein und 60 Jahre nach Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hier sprechen zu können. Ich werde über die Allgemeinen Menschenrechte und die Europäische Linke sprechen. Dabei muss man an die Vergangenheit erinnern und beschreiben, an welchem Punkt der Erkenntnis wir als linke Demokraten gegenwärtig stehen. Meine Ausführungen widme ich Anna Politkowskaja und all jenen Menschen, die für das freie Wort etwas, auch sich selbst, riskieren.

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